Die Feuerbestattung - würdevoll Abschied nehmen

Waren Feuerbestattungen vor Jahren noch die Ausnahme, gehören sie heute zum Alltag eines jeden Bestatters. Zu Recht, denn diese Bestattungsform ist der Erdbestattung gesetzlich gleichgestellt und bietet darüber hinaus weitere Bestattungsarten, die überaus angemessen feierlich und tröstlich sind.

Viele Menschen ziehen im Trauerfall mittlerweile sogar eine Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung vor, da sie so oft emotional besser mit dem Tod umgehen können. Zudem sprechen der finanzielle Aspekt und die spätere, leichtere Grabpflege in vielen Fällen für eine Feuerbestattung. Genauso kann es der explizite Wunsch des Verstorbenen sein, beispielsweise aus Glaubengründen heraus, mit einer Feuerbestattung verabschiedet zu werden.

Der Ablauf der Einäscherung im Krematorium

Wenn Sie der Feuerbestattung skeptisch gegenüberstehen, scheuen Sie sich nicht, die Bedenken bei Ihrem Bestattungsinstitut anzusprechen. Wir stehen Ihnen bei allen Fragen rund um die Feuerbestattung vertrauensvoll zur Seite.

Zum einen ist in Deutschland die Verbrennung im Krematorium klar geregelt und zum anderen sind wir als erfahrenes Bestattungsinstitut mit Rat und Tat für Sie da. Gerne geben wir Ihnen hier vorab schon einen Einblick zu den häufigsten Fragen und dem Ablauf einer Feuerbestattung.

Welche zeitlichen Fristen müssen beachtet werden?

In den Landesbestattungsgesetzen sind die Zeiträume, die bei einem Trauerfall eingehalten werden müssen klar geregelt.
Zunächst obliegt die Feststellung des Todes, des Todeszeitpunktes, der Todesart und der Todesursache einem Arzt. Dieser Prozess wird als sogenannte Leichenschau bezeichnet, bei der der Verstorbene also fachlich in Augenschein genommen wird. In Baden Württemberg gilt zudem, dass der Verstorbene binnen 36 Stunden nach Eintritt des Todes, aber nicht vor Ausstellung der Todesbescheinigung in eine Leichenhalle oder einen Leichenraum überführt werden muss. Die Bestattung soll nach spätestens 96 Stunden stattfinden oder der Verstorbene auf dem Überführungsweg sein.

Bei einer Einäscherung kann die Dauer bis zur Beerdigung dann oft noch einmal bis zu einer Woche betragen, da die Einäscherung rein rechtlich als Bestattung gesehen werden kann. Die eigentliche Beisetzung von Asche und Urne mit Zeremonie und Trauerfeier darf dann auch nach der 96-Stunden-Frist stattfinden.

Das Bestattungsinstitut kümmert sich um den kompletten Ablauf der Feuerbestattung

Zunächst wird in der Regel der Verstorbene im Bestattungsinstitut für die Feuerbestattung vorbereitet und in seine feierlichen Totengewänder gekleidet. Bis zur Abschiednahme und Einäscherung wird er in seinem Sarg in den gekühlten Räumen des Krematoriums aufgebahrt.

Um die Identität des Verstorbenen zweifelsfrei zu sichern und eine Verwechslungsgefahr auszuschließen, wird vor der Leichenverbrennung ein sogenannter Schamottestein in oder auf den Kremationssarg gelegt. Auf diesem ist dieselbe einmalige Nummer eingeprägt, die auch auf dem Deckel der Urne steht, die für den Verstorbenen vorgesehen ist. Somit ist eine Verwechslung von der Kremierung bis zum Einfüllen der Asche in die Urne ausgeschlossen. Zur Einäscherung wird der Sarg mit dem Verstorbenen und dem Schamottestein langsam in einen etwa 900 Grad heißen Brennofen geschoben, der speziell auf die Feuerbestattung ausgerichtet ist.

Bei einer Einäscherung mit dieser Temperatur dauert die Kremierung im Schnitt meistens 1,5 Stunden. Danach wird die Asche des Verstorbenen in eine spezielle Aschekapsel gefüllt und anschließend dem Bestatter übergeben. Dieser setzt die Aschekapsel im Krematorium dann direkt in die ausgesuchte Schmuckurne ein, die für die spätere Beisetzung ausgesucht wurde.

Gestalten Sie die Feuerbestattung ganz nach Ihren Wünschen

Häufig wird bei einer Feuerbestattung die Frage gestellt: "Dürfen wir die Urne mit nach Hause nehmen?" Leider ist das in Deutschland nicht gestattet. Sie haben aber dennoch bei der Urnenbestattung viele Möglichkeiten, um respektvoll und andächtig Abschied zu nehmen und dem Verstorbenen die letzte Ruhe nach seinen Wünschen zu gewähren.

Viele Krematorien verfügen über eine eigene Trauerhalle, in der der Sarg mit dem Verstorbenen aufgebahrt werden kann. Hier haben Sie die Möglichkeit vor der Kremation mit den engsten Vertrauten des Verstorbenen eine kleine Trauerfeier zur Einäscherung abzuhalten.

Wenn Sie sich ausdrücklich eine Beerdigung mit Sarg wünschen, ist das mit dieser Art der Brandbestattung möglich. In so einem Fall wird der Sarg nach der Beerdigungszeremonie nicht ins Grab hinabgelassen, sondern im Kreise der Trauergemeinde zum Bestattungswagen geleitet, der ihn dann ins Krematorium bringt. Die anschließende Urnenbeisetzung auf dem Friedhof findet hinterher meist nur im kleinen Familienkreis statt.

Die Urnenbestattung: Auf dem Friedhof, im Wald oder auf dem Meer

Die Feuerbestattung muss nicht immer klassisch mit einer Urnenbeisetzung auf dem Friedhof verlaufen. Sie können auch eine Grabstätte in einem Fried- bzw. Ruhewald wählen. Vor allem sehr naturliebende Menschen entscheiden sich für so eine Ruhestätte. Hierfür gibt es dann spezielle Bio Urnen, die ökologisch abgebaut werden. Diese Bio Urne besteht aus Maisstärke, Papier, Holz, Ton oder Bambus.

Aber auch eine anonyme Bestattung oder eine Seebestattung gehören zu den zunehmenden Bestattungsformen. Für eine Seebestattung sind allerdings je nach Bundesland einige Voraussetzungen zu erfüllen wie beispielsweise, dass der Verstorbene entweder selbst Seefahrer war oder eine sehr starke geistige Verbindung zur See vorlag. Hierbei werden oft Bio Urnen aus Salz oder Sand verwendet, die im Zuge einer begleiteten oder stillen Zeremonie an Bord eines Schiffes dem Meer übergeben werden.

Was kostet eine Feuerbestattung?

In der Regel sind die Kosten einer Feuerbestattung deutlich geringer als bei einer klassischen Erdbestattung, da allein schon der aufwendige Sarg entfällt. Eine Verbrennung im Krematorium ohne Sarg ist hierzulande übrigens nicht gestattet, jedoch halten sich die Kosten aufgrund des meist eher schlichten Kremationssarges bei der Feuerbestattung in Grenzen und auch das spätere Urnengrab auf dem Friedhof ist in Anschaffung und Unterhalt deutlich günstiger als ein traditionelles Grab.

Die Kosten einer Feuerbestattung variieren meistens je nach Art und Ausführung der Zeremonie und der Ruhestätte oft insgesamt zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Sie setzen sich aus den Kosten für Sarg, Urne, Trauerfeier, den Bestatterleistungen, der Gestaltung der Grabstätte und der späteren Grabpflege sowie den Friedhofskosten zusammen.

Wir können Ihnen eine komplette Feuerbestattung schon ab 1299,-Euro zuzüglich Fremdkosten wie beispielsweise Friedhofskosten und Blumenschmuck anbieten – sprechen Sie uns gerne für ein individuelles Angebot nach Ihren Wünschen an!

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